Sri Lanka Reisetipps

Sri Lanka - Überblick

Sri Lanka ist etwas kleiner als Bayern und hat auf einer Fläche von ca. 65.000 km² unfassbar viel zu bieten: Epische Zugfahrten, Teeplantagen, Berge, Surfspots, Nationalparks, Salzfelder und das wichtigste eine tolle Stimmung & Atmosphäre im gesamten Land!
Wenn es um Sri Lanka geht, hört & liest man überall einen Vergleich mit seinem großen Nachbarland. Der Inselstaat soll eine Art „Indien-light-Version“ sein, wobei man dann ja beides kennen müsste – also quasi wie bei Coca Cola, du musst das Original kennen, um den Vergleich ziehen zu können! Ganz ehrlich, dass würden wir so aber eh nicht sagen und einen Vergleich kann & darf man nicht wirklich ziehen.
Natürlich gibt es ein paar Parallelen und Ähnlichkeiten, wie z.B. ein paar Speisen, Glaubensrichtungen und das Aussehen, aber hey vergleichen wir beispielsweise Frankreich mit Spanien nur weil es Nachbarländer sind?
Im Großen und Ganzen lässt sich über diese wunderschöne Insel im indischen Ozean sagen, dass sie sehr ruhig, idyllisch und wahnsinnig sympathisch ist! Als Frau fühlt man sich (im Vergleich zu Indien) und  die Einheimischen sind offene, herzliche und stets positiv gestimmte Leute.

Little Adams Peak in Ella Sri Lanka
Der Little Adams Peak in Ella ,der Mitte des Landes

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Allgemeine Sri Lanka Reisetipps

Sprache in Sri Lanka:
Singhalesisch! Aber bis 1957 war Englisch die Amtssprache und ist heute auch noch Verkehrs- und Bildungssprache, sodass dich jeder gut auf englisch verstehen wird.

Strom & Elektrizität:
Du brauchst einen Steckdosen-Adapter! In Sri Lanka gibt es die Steckertypen D, G und M, bei 230V und 50Hz. Wir kamen super mit nur dem englischen Reiseadapter Typ G aus, der Stecker-Cube mit USB hat diesen ebenfalls.
Tipp: Unsere Stecker passen irgendwie auch in die anderen beiden Dosen. Parallel einfach einen Stift o.Ä. (nicht metallisch) in die dritte Öffnung stecken. 😉

Währung in Sri Lanka:
Sri-Lanka-Rupie (1 LKR = 0,005 Euro). Ein Euro sind ca. 200 Rupien, es schwankt sehr stark. Wir haben gemerkt, dass es nicht so viele ATMs gibt wie gewohnt, oder diese auch schon einmal leer sein können. Daher habe immer genügend Bargeld dabei. Die ATMs verlangen eine Automatengebühr, die du allerdings mit der richtigen Kreditkarte (z.B. Santander) zurückerstattet bekommst. Wie wir unterwegs an Bares kommen und dafür keine Gebühren zahlen müssen, erfährst du
in unserem Reisekreditkarten Beitrag!

Zeitzone in Sri Lanka:
UTC+5:30 Sri Lanka ist 4,5 (oder im Sommer 3,5) Stunden weiter als Deutschland

SIM-Karte in Sri Lanka:
In Sri Lanka gibt es zwei große Anbieter, die einem sofort auf der Bildfläche erscheinen: Dialog und Mobitel. Wir haben uns für Mobitel entschieden und können den Provider auch weiterempfehlen.
Wir haben unsere Simkarte von Mobitel direkt am Airport gekauft (ist etwas teuerer als in den Städten – nachher ist man immer schlauer). Leider bekommt man nur Touristen-Pakete und nicht die Preise der Einheimischen. Man bezahlt ca. 8 Euro für SIM-Karte inkl. 3 GB Datenvolumen (diese haben wir dann nochmal mit 8 GB für ca. 4 Euro aufgetoppt). Es ist also preiswert und lohnt sich, da das Wifi in Sri Lanka überall meistens miserabel ist.

Steckst du gerade in der Reiseplanung, dann wirf einen Blick in unsere allgemeinen Reisetipps. Dort erfährst du, wo man am besten seine Unterkünfte bucht, billig an Flüge kommt und welche Auslandsversicherung wirklich nötig ist.

Visum & Anreise

Visum für Sri Lanka

Leider ist die Einreise in Sri Lanka nicht visumfrei. Allerdings ist die Beantragung sehr einfach und  auch das “Visa On Arrival” kein Problem. Vor deiner Reise solltest du zuerst kontrollieren, ob dein Reisepass noch sechs Monate gültig ist, und zwar am Zeitpunkt deiner Ausreise. Des Weiteren benötigst du für die Einreise ein gültiges Ausreiseticket (sprich dein Rückflugticket). Mit einem normalen Touristenvisum darfst du dich 30 Tage lang in Sri Lanka aufhalten. Für die Beantragung gibt es zwei Varianten: Im Vorfeld von Zuhause oder erst bei der Ankunft (on arrival) in Sri Lanka. Hier kannst du es vor der Reise beantragen: www.eta.gov.lk

Beim Visa on Arrival solltest du an dein Passbild und an das Bargeld (40 US-Dollar) fürs Visum denken. Tipp: Wenn du dir das Visum im Vorfeld besorgst, sparst du 5 US-Dolllar, da es nur 35 US-Dollar kostet. Weitere Infos beim Auswärtigen Amt.

Anreise nach Sri Lanka

Über die Landesgrenzen einzureisen ist leider nicht möglich, daher wird dich der Flieger direkt nach Colombo, in die Hauptstadt von Sri Lanka bringen. Es ist der einzige internationale Flughafen von Sri Lanka und somit auch Dreh- und Angelpunkt für eine Rundreise. Direktflüge sind leider nicht üblich und du wirst wahrscheinlich mit einem  Zwischenstopp im arabischen Raum (Dubai) oder in Indien anreisen. Bucht man seine Flüge separat, kann man die Preise einiger Billigairlines in Anspruch nehmen, ansonsten lohnt es sich auf jeden Fall seinen Hin- und Rückflug zusammen zu buchen, um beim Flugpreis zu sparen. Erfahre hier: Wie man günstige Flüge bucht.

Reisekosten für Sri Lanka

Menu Secret Alley Kandy - Speisekarte in Sri Lanka
Die Karte in Secret Alley – Unser Lieblingslokal in Kandy

Sri Lanka wird als „mittelteures“ Land im asiatischen Raum gesehen, dass unserer Meinung nach, diesen Ruf nur aufgrund von Touristenspots hat. Entlang der Touri-Pfade ist dieses Land minimal teurer als andere im Südosten. Verlässt man diese Pfade, begibt sich unter die Einheimischen und lässt sich nicht immer die Touri-Speisekarte geben, kann es sehr günstig werden.
Wie selber haben in diesem Land im Schnitt knapp 22 Euro pro Tag pro Person ausgegeben, was  Sri Lanka zu einem unser preiswertesten Reiseländer macht.

≈ 15 -25 €

pro Standard Doppelzimmer

≈ 2 - 3 €

Leckeres Curry

≈ 0.25 €

∅ pro Stunde Zugfahren

Kosten für die Unterkünfte

Ultra preiswert sind die Unterkünfte hier nicht aber immer noch sehr erschwinglich. In der Hauptstadt Colombo und an beliebten Strandabschnitten sind die Hotels und Hostels etwas teurer als im Rest des Landes. Bei einem Durchschnittspreis von ca. 20 Euro pro Nacht haben wir überall (zwar einfache) aber gute Doppelzimmer bekommen. Viele Unterkünfte bieten ein inbegriffenes Frühstück an, welches uns nie enttäuscht hat. Willst du low budget Reisen, findest du Hostelbetten ab ca. 5 Euro pro Nacht.

Kosten für die Fortbewegung

In Bezug auf die Fortbewegung ist Sri Lanka unser Lieblingsland. Die öffentlichen Busse und Züge lassen dich authentisch reisen und sind super günstig. Hast du den Icon oben gesehen? Im Schnitt haben wir für 4 Stunden im Zug etwa einen Euro bezahlt. Für legendäre Zugfahrt durch die schöne Natur von Kandy nach Ella zahlt man somit keine zwei Euro!

Ebenso ist der Local Bus ein super preiswertes Fortbewegungsmittel und unterscheidet sich preislich kaum von der Zugvariante. Mit den Tuktuk Fahrern musst du, wie so oft, etwas länger handeln um einen “guten” Preis zu bekommen. Im Allgemeinen wird die Fortbewegung in Sri Lanka deine Reisekasse aber kaum beeinflussen. Wir haben für eine vierwöchige Rundreise knapp 23 Euro pro Person für Busse, Züge, Taxis und Tuktuks ausgegeben.

Kosten fürs Essen in Sri Lanka

Bei uns beiden ist die indische und die thailändische Küche hoch im Kurs! Aber die in Sri Lanka ist den beiden dicht auf den Fersen! Die Curries sind super lecker und gleichzeitig preiswert. In einem Restaurant zahlt man für die Curries im Schnitt 400 bis 500 Rupien = 2,50 bis 3 Euro. Gönnt man sich einen fangfrischen Fisch kann dieses Dinner auch mal 8 bis 10 Euro kosten. Wesentlich günstiger sind die Straßenstände, welche Samosas (Frittierte Teigtaschen) und Ähnliches für etwa 20 Cent anbieten. Das Bier bzw. Alkohol ist etwas kostspieliger als in anderen Ländern, ein 0,5er Bier kosten im Schnitt um die 3 Euro, dafür gibt es hier aber eine 5 Liter Wassergallone für etwa einen Euro.

Kosten für Attraktionen in Sri Lanka

Das Land ist eigentlich Attraktion genug! Es hat so viel Natur und Landschaft zu bieten, die meistens kostenlos ist. Ein Surfbrett kann man sich für 3 Euro pro Stunde leihen und das Wandern (sogar zum Adam’s Peak) ist umsonst. Für eine Safari im Yala Nationalpark kann man zwischen 30 und 70 Euro pro Person rechnen (je nach Anbieter und Gruppen- oder Privattour). Für den Sigiriya Nationalpark –  welchen wir noch nicht gesehen haben, aber der noch Teil unserer Bucket List ist – muss man 30 US-Dollar Eintritt einplanen. Im Allgemeinen wird in Sri Lanka der Geldbeutel bei Tickets und Eintritten gut geschont.

Reiseroute in Sri Lanka

Srilankesischer Bus an einer Haltestelle vor einem Sprituosengeschäft
Der Local Bus – Die preiswerteste Art zu Reisen

Wir haben die südliche Halbkugel von Sri Lanka in Angriff genommen. Nach der Ankunft am Airport sind wir nach zwei Nächten in Negombo nach Kandy in die Mitte des Landes gefahren, um von dort die epische Zugfahrt nach Ella zu nehmen. Aus drei Tagen in Ella wurden fünf, weil uns die Stadt und die Umgebung so gut gefiel.
Mit den öffentlichen Bussen war dann Beach angesagt, sechs sehr chillige Tage am Surfspot Arugam Bay.

Nach der Erholung stand die Safari im Yala Nationalpark an, gefolgt von ein paar Tagen an der Südküste in Mirissa und Unawatuna (und Galle).  Da wir Hatton (Ausgangspunt zum Adams Peak) wegen Krankheit auf dem Weg durchs Landesinnere übersprungen haben, sind wir von der Südküste nochmal in die Berge gefahren (12 Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für sage und schreibe 150km). Von dort ging es über Kandy zurück nach Colombo, um die letzten zwei Tage in der Hauptstadt von Sri Lanka zu verbringen.
Wenn du weniger Zeit hast, solltest du natürlich den Adams Peak auf dem Weg Von Kandy nach Ella mitnehmen, dazu musst du in Hatton austeigen. Mehr erfährest du im Beitrag: Adams Peak. Je nach Saison empfiehlt sich dann entweder In Arugam Bay (im Sommer) oder in Mirissa bzw. Unawatuna (in unserem Winter) deine Strandtage einzulegen.

Unterkünfte in Sri Lanka

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Die Gassen von Galle

Bei den Hotels und Guesthäusern hatten wir in Sri Lanka einen Mix aus: vorher bei Booking buchen und vor Ort nach Unterkünften suchen.
Die Unterkünfte in Ella (Nature Inn), Arugam Bay (Royal Point) und in Tissamaharama (Moon Light Guesthouse) waren unsere Favoriten. Die Zimmer sind sehr sauber und gut ausgestattet, aber das Beste waren die überaus netten und hilfsbereiten Gastgeber, die uns die Abreise immer schwer machten!

Sri Lanka Reisetipps: Unsere Unterkunft-Empfehlungen

→ Kandy: Shani Residence Kandy
→ Ella: Nature Village Inn
→ Arugam Bay: Royal Point
→ Tissamaharama: Moon Light Guest House (hier auch die Safari buchen!)
→ Colombo: Star Anise Capsule Hostel

Buchst du über Booking, ist hier dein 15 Euro Rabatt-Gutschein!

Reisezeit für Sri Lanka

Angler in Sri Lanka
  • Januar
  • Februar
  • März

Mittleres Temperaturmaximum 25,9 °C
6,6 Sonnenstunden
5 Regentage

Mittleres Temperaturmaximum 26,7 °C
7,9 Sonnenstunden
5 Regentage

Mittleres Temperaturmaximum 27,7 °C
8,1 Sonnenstunden
8 Regentage

Die Hauptsaison in Sri Lanka geht von November bis April. Die Regionen im Südwesten des Landes haben zu dieser Zeit am wenigsten Regen und die Strände sind voll mit Touristen aller Art. Im Sommer ist es hier sehr leer und Touristen sind nur an der Ostküste zu finden. Von Juni bis September bietet sich die Ostküste (Trincomalee und Arugam Bay) für einen Besuch an, die Wellen sind für Surfer perfekt und der Regenfall ist gering.

Wir waren den kompletten Juli in Sri Lanka und haben die südliche Halbkugel der Insel abgegrast. Die ersten zweieinhalb Wochen hatten wir nur einen 5-minütigen Regenschauer und die restliche Zeit auch nur vereinzelt mal längere Schauer. Unser Timing für den Adams Peak war leider miserabel (2 Stunden Dauerregen) 🙁

Das Klima im Südwesten war sehr drückend, wohingegen der Rest der Tour absolutes Traumwetter herrschte.

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