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5 Wichtige Gedenkstätten & Museen in Krakau

BY Linda

Krakau ist eine Stadt voller Sehenswürdigkeiten, Kultur und enormer Geschichte, die bis ins Mittelalter zurück reicht. Wir besuchten die Museen in Krakau allerdings unter anderem aus dem Grund, um in das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte einzutauchen.

Wir befassten uns intensiv mit dem Nationalsozialismus und der Zeit des deutschen Besatzungsregimes. Ich zeige dir hier, die 5 für uns wichtigsten historischen Spots der deutsch-polnischen Geschichte.

Hinweis: Der nachfolgende Beitrag enthält sogenannte Affliate-Links. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung. Diese helfen uns, weiter Tipps zu geben und unsere Website zu betreiben. Wir danken dir für deine Unterstützung. Linda & Kevin

Die deutsch-polnische Geschichte

Um das Wissen kurz nochmal aufzufrischen, nenne ich dir ein paar wichtige Eckdaten in Stichpunkten.

  • 1. September 1939: Überfall auf Polen mit dem Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg in Europa entfesselte
  • deutsche Besetzung Polens: 1939-1945
  • Massenmorde an polnischen Intellektuellen, Heiligen, Adligen und Juden
  • Auftakt zum Vernichtungskrieg und zum nationalsozialistischen Völkermord (Holocaust)
  • über 5,5 Millionen Zivilisten fielen der Zeit zum Opfer

Vorbereitung auf deine Begegnungen mit historischen Plätzen

Ich finde eine Vorbereitung für den Besuch wichtiger historischer Plätze sehr wichtig. Es ist immer vorteilhaft, wenn du dich vorab mit der jeweiligen Historie auseinander setzt und dir die wichtigsten Fakten noch einmal ins Gedächtnis rufst.

Du fragst dich warum, da du vor Ort alles Wissenswerte erfährst?
Ja, da hast du recht! Ich persönlich ziehe es allerdings vor, mich emotional, psychisch und auch wissenstechnisch vorzubereiten. So habe ich die Möglichkeit mich auf bestimmte (aufwühlende) Momente einzustellen und erspare mir ggfs. viel Leserei bei zum Teil etlichen Tafeln voller Texte. Des Weiteren finde ich, dass Wikipedia viele Thematiken leicht verständlich und hervorragend zusammen fasst.

Ein Beispiel: Bevor wir in das Konzentrationslager Auschwitz gefahren sind und die Emaillefabrik von Oskar Schindler besichtigt haben, schauten wir uns den Film “Schindlers Liste” an. Teile des Films wurden sogar in der Fabrik, die in Krakau steht, gedreht.

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Erinnern heißt leben…

Nach deinem Besuch von historischen Orten

Unterschätze niemals den Besuch eines Konzentrationslagers, Gedenkstätten, Museen und Co. Es kann sehr aufwühlend, erschüttert und extrem unter die Haut gehen. Ich habe es immer als sehr positiv empfunden, wenn ich nach einem solchen Besuch mit einer Person darüber gesprochen habe. So kann man das Gesehene besser verarbeiten und sacken lassen. Gehe dafür anschließend am besten einen Tee oder Kaffee trinken und gönne dir eine Pause.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass du einen Teil der Geschichte mitnimmst und so einer Wiederholung entgegenwirkst – lerne aus den Fehlern der Vergangenheit und schaffe eine bessere Gegenwart und Zukunft.

Häufig denkt man, dass solche Gräueltaten kein zweites Mal geschehen können, ABER wusstest du, dass in Kambodscha Jahre später im Grunde ähnliches geschehen ist? Die Herrschaft des kambodschanischen Diktators Pol Pot verursachte den Genozid (Völkermord) in Kambodscha und kostete rund zwei Millionen Menschen das Leben.

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Die 5 wichtigsten historischen Spots

Ich habe die Sehenswürdigkeiten in eine, für mich sinnvolle, Reihenfolge gegliedert. Meiner Meinung nach macht es mehr Sinn, wenn die Besuche auf einander aufbauen und du somit dein gewonnenes Wissen anwenden und erweitern kannst.

Alte Synagoge

Wenn du dich mit dem Nationalsozialismus und Holocaust auseinandersetzt, geht das Thema Judentum mit einher. Wenn du mehr über das Leben der Juden und speziell den Judentum erfahren möchtest, ist die alte Synagoge im jüdischen Stadtviertel Kazimierz eine sehr gute Anlaufstelle.

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Die älteste erhaltene Synagoge in Polen

Dabei handelt es sich um die älteste erhaltene Synagoge Polens, die während des Zweiten Weltkriegs von deutschen Besatzern als Lager genutzt und somit entweiht/entwürdigt. Seit 1961 befindet sich in der Synagoge ein jüdisches Museum, das die jüdische Geschichte und Kultur in Krakau darstellt. Mithilfe von religiöse Objekten, Kleidung, Fotografien und Texten wird den Besuchern der Judentum mit seinen Bräuchen und Traditionen näher gebracht.

→ Öffnungszeiten: unterscheidet sich in Sommer- und Wintersaison

Sommer: April – Oktober
Mo: 10.00h-14.00h
Di-So: 9.00h-17.00h

Winter: November – März
Mo: 10.00h-14.00h
Fr: 10.00h-17.00h
Rest: 9.00h-16.00h

→ Eintritt: Erwachsene ca. 2,50€ / Studenten ca. 2,00€; montags frei
→ Zeit: rund eine Stunde
→ Adresse: Szeroka 24, 31-053 Kraków

Die Emaillewarenfabrik von Oskar Schindler

“Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt.”

Dieser Spruch steht in einem der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums. Die Schindlerjuden, die nur mithilfe von Oskar Schindler den Holocaust überlebten, schenkten ihm aus Dankbarkeit einen Ring, den sie aus ihrem Zahngold anfertigten. In den Ring gravierten sie den oben genannten Spruch ein.

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Der originale Schreibtisch von Oskar Schindler

Aber warum? Was ist das besondere an Oskar Schindler?

Dieser Mann rettete gemeinsam mit seiner Frau das Leben von mehr als 1.000 Juden. Mit der von ihm erworbenen Emaillewarenfabrik hatte Oskar Schindler soviel Erfolg, dass er immer mehr Personal einstellen konnte.

Ihn widerte die Behandlung der hilflosen jüdischen Bevölkerung regelrecht an und so machte sich ein Verlangen in ihm breit, so viele Juden wie möglich vor der Ermordung in Vernichtungslagern der Nationalsozialisten zu retten. Zum Schluss setzte er dafür nicht nur sein gesamtes Vermögen, sondern auch die Leben seiner Frau und sein eigenes aufs Spiel.

In Krakau hast du die Möglichkeit die originale Fabrik von Schindler zu besichtigen. Sie ist heute eine Holocaust-Gedenkstätte und ein Museum, dass eine gelungene Dauerausstellung mit dem Thema  „Krakau unter der deutschen Besatzung 1939–1945“ zeigt. Genauer gesagt, geht es um das Leben in Krakau vor der deutschen Besetzung und wie sich dieses durch das Regime von Adolf Hitler veränderte.

Mithilfe eines sehr gut beschilderten Rundgangs durchläuft man chronologisch die wohl schwersten Jahre in der Geschichte Polens. Die einzelnen Räume, die bis ins kleinste Detail durchdacht und gestaltet sind, übermitteln eine Vielzahl an Informationen auf polnisch und englisch. Es ist ein aufwühlender und bewegender Besuch, denn es gilt nicht zu vergessen, dass man durch die originale Emaillewarenfabrik läuft, in der sich vor gar nicht allzu vielen Jahren schicksalshafte Momente abgespielt haben!

Hauptaugenmerk der Ausstellung ist der Vergleich der Schicksale der Juden im Krakauer Ghetto und in dem Zwangsarbeitslager Plaszow (bekannt aus dem Film „Schindlers Liste“). Auf die sogenannten Schindlerjuden, ihre näheren Umstände, Schicksale oder auch auf das Leben des Oskar Schindlers wird in der Ausstellung nur geringfügig eingegangen.

Gut zu wissen:

Im Internet findest du eine Vielzahl an Plattformen, die Online-Tickets verkaufen, aber aufgepasst, das Museum nimmt nur ausgedruckte Vouchers entgegen. Hast du keins wird dir der Zutritt verwehrt! Der einfachste Weg – gehe einfach hin und kaufe dort dein Ticket!

Öffnungszeiten:
Mo: 10.00h-14.00h
Di-So: 10.00h-18.00h
→ Eintritt: Erwachsene ca. 5,50€ / Studenten ca. 4,00€
→ Zeit: Wir benötigten ca. 2,5h
→ Adresse: Lipowa 4, 30-702 Kraków

Platz der Helden des Ghettos

Auf dem Platz der Helden des Ghettos stehen 70 Metallstühle, die an das dunkelste Kapitel des Landes erinnern. #polen #krakau #geschichte #tipps #platzderghettohelden #platzderheldendesghettos #PlacBohaterówGetta
Einer, der vielen Stühle auf dem Plac Bohaterów Getta

Was früher einer der größten und wichtigsten Plätze des jüdischen Wohngebiets war, entwickelte sich in der Zeit des Nationalsozialismus zu einem tragischen, brutalen und fürchterlichen Ort. Auf diesem Platz wurden alle Appelle und Selektionen abgehalten. Sogenannte Listenschreiber selektierten die Juden zur Deportation (staatlich organisierte Verschleppung von Menschen) in die Ghettos A und B.

Zur Erklärung:
Ghetto A: Zwangsarbeitslager Plaszow
Ghetto B: Konzentrationslager Auschwitz oder direkte Ermordung

Heute erinnern 70 graue Metallstühle, die zum Teil normalgroß oder auch überdimensionaler Größe sind an die schrecklichen Taten der NS-Soldaten auf diesem Platz. Am Abend und bei Nacht werden diese Stühle indirekt beleuchtet und sollen zur lebendigen Nutzung einladen.
Die Stadt Krakau hat sich dazu entschlossen eine Art Erinnerungskultur zuzulassen.

Besucher dürfen auf den Stühlen Platz nehmen, verweilen und sind dazu eingeladen über die Gräueltaten nachzudenken und die Vergangenheit nicht zu vergessen. Wachsame Leute können noch heute an den noch nicht renovierten Häuserfassaden des Platzes Einschusslöcher vorfinden und auch der Verlauf der Ghettomauer ist mit einem abweichenden Pflaster gekennzeichnet. Die Reste der Mauer findest du, in dem du Ausschau nach der Straße namens “ulica Lwowska” hältst.

Eine Gedenktafel an der Ghettomauer lautet:

„Hier haben sie gelebt und gelitten und sind von den Nazi-Henkern ermordet worden. Von hier aus führte ihr letzter Weg in Vernichtungslager.“

Marsch der Erinnerung:

Am 14. März 1943 fand die Auflösung des Ghettos statt. Einen Tag zuvor wurden alle arbeitstauglichen Juden in das Konzentrationslager Plaszow verlegt. Die restlichen Bewohner, wie Kinder, Kranke und Alte wurden am Tag des 14. März in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert.

Jedes Jahr, am 14. März, gedenken die Krakauer Bürger mit dem sogenannten “Marsch der Erinnerung” an die Opfer des jüdischen Ghettos. Sie laufen den Weg vom Platz der Helden des Ghettos bis ins nahegelegene Konzentrationslager Plaszow.

→ Öffnungszeiten:
Mo: 10.00h-14.00h
Di-So: 10.00h-18.00h
→ Eintritt: kostenlos, da öffentlicher Platz
→ Zeit: ca. 30 Minuten
→ Adresse: pl. Bohaterów Getta, 30-547 Kraków

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Apotheke zum Adler

Die Apteka Pod Orłem (polnisch) grenzt an den Platz der Ghettohelden und ist keine gewöhnliche Apotheke – sie ist eins der wenigen Überbleibsel aus der Zeit des Krakauer Ghettos. Als Tadeusz Pankiewicz die Apotheke seines Vaters übernahm, ahnte er nicht, dass er eines Tages mit seinen Taten in die Geschichte eingehen wird.

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Die Apotheke des Helden namens Tadeusz Pankiewicz

Aber fangen wir ganz vorne an:
Tadeusz Pankiewicz war ein unauffälliger Pharmazeut, der sein Diplom an einer polnischen Universität absolvierte. 1941 war der Beginn seiner heldenhaften Taten. Zu der Zeit, in der die Einrichtung des Ghettos für die jüdischen Bewohner begann, wehrte sich Tadeusz Pankiewicz, der einzige arische Ghettobewohner gegen die Verlegung seiner Apotheke.

Mithilfe von Schmiergeldern und dem Argument, dass sich im Falle einer Epidemie die einzige Apotheke im Ghetto als notwenig erweisen würde, bekam er die Zustimmung dort zu bleiben. Während der Zweieinhalbjahre (1941-1943) war die Apotheke stets rund um die Uhr geöffnet und diente als Ort, an dem Proviant und Arzneimittel an die Bewohner des Ghettos weitergereicht wurden. Hinter verschlossener Tür wurden hier außerdem Dokumente gefälscht und er nahm Verfolgte auf.

Tadeusz Pankiewcz wurde Zeuge des Alltags in dem jüdischen Ghetto und den Deportationen ihrer Einwohner in die Arbeits- und Vernichtungslager. Dennoch setzte er sein eigenes Leben aufs Spiel, um den hilflosen Menschen Hilfe zu leisten und einen Ort der Sicherheit zu bieten.

Seit den 1980er Jahren ist die Apotheke mit seinen orginalgetreu rekonstruierten Räumen ein sehr gelungenes Museum. Die zugleich traurige aber auch heldenhafte Geschichte dieser kleinen Apotheke können Besucher in den Apothekenschränken und Schubläden finden. Diese beinhalten Dokumente, Fotografien und andere Exponate, die die fürchterlichen Ereignisse rund um den Platz der Ghettohelden wiedergeben.
Wissenswert: Roman Polański finanzierte die Ausstellung.

LiKe-Tipp:
Einige Krakauer Museen haben montags freien Eintritt, so auch die Apotheke! Du solltest allerdings darauf achten zwischen den großen Reisegruppen in die Apotheke zu gehen, da die Räumlichkeiten recht klein und eng sind.

→ Öffnungszeiten: unterscheiden sich in Sommer- und Wintersaison
In der Wintersaison: Jeden ersten Dienstag im Monat geschlossen!

Sommer: April – November
Mo: 10.00h-14.00h
Di-So: 9.30h-17.00 Uhr

Winter: Dezember – März
Mo: 10.00h-14.00h
Fr: 10.00h-17.00h
Rest: 9.00h-16.00h

​→ Eintritt: Erwachsene ca. 2,50€ / Studenten ca. 2,00€
→ Zeit: Wir benötigten ca. eine Stunde
→ Adresse: pl. Bohaterów Getta 18, 30-547 Kraków

Planst du gerade deinen Trip nach Krakau? Dann lass dir unsere weiteren Beiträge zu der City nicht entgehen. Welche Sehenswürdigkeiten solltest du noch sehen oder wo bekommt man die besten Pierogi?
Krakau Sehenswürdigkeiten –  10 Dinge die du machen solltest
Krakau Restaurant – Die besten Foodtipps für die Stadt

Das Konzentrationslager Auschwitz

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NIE WIEDER!

Ich denke jeder von uns kennt diesen “Begriff” und weiß auch worum es sich hierbei handelt. Trotzdem möchte ich gerne ein paar wichtige Fakten darüber zusammenfassen.

Die kleine polnische Siedlung, die sogar einer der ältesten ist und den Namen Oświęcim (zu deutsch: Auschwitz) ging aufgrund des grauenvollen Kapitels der Nationalsozialisten in die Weltgeschichte ein. Die Deutschen errichteten 1940 hier das Konzentrationslager Auschwitz I und anschließend das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Der gesamte Komplex, das sogenannte KL Auschwitz war das größte nationalsozialistische Vernichtungslager und somit ein Symbol von Terror, Genozid und dem Holocaust!

n den Jahren von 1940 bis 1945 töteten die NS-Soldaten alleine auf diesem Gelände fast 1,5 Millionen Menschen. Darunter waren hauptsächlich Juden aus ganz Europar, aber auch Polen, Roma und Russen.

Bereits 1947 entschied man sich dazu Auschwitz-Konzentrationslager in eine Gedenkstätte und Museum umzuwandeln. Heute ist das sogenannte “Auschwitz-Birkenau – deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager (1940–1945)” ein Ort, der zum trauern, nachdenken, verstehen, ABER vor allem zum NICHT VERGESSEN anregt!

Das gesamte Gelände ist sehr gut erhalten und zum Teil auch rekonstruiert worden. Mithilfe von vielen Informationen in Form von Texten, Fotos, originalen Requisiten und der eigenen Vorstellungskraft bekommt der Besucher einen intensiven Einblick in das dunkelste Kapitel der deutsch-polnischen Geschichte.

Der Text an einer Gedenktafel lautet:
Dieser Ort sei allezeit ein Aufschrei der Verzweiflung und Mahnung an die Menschheit. Hier ermordeten die Nazis über anderthalb Millionen Männer, Frauen und Kinder.
Die meisten waren Juden aus verschiedenen Ländern Europas.

Hinweis:
Der Besuch des “Auschwitz-Birkenau – deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager (1940–1945)” ist für uns persönlich extrem aufwühlend und emotional gewesen.

Der Weg durch das berüchtigte Lagertor mit dem Schriftzug “Arbeit macht frei”, vorbei an den unterschiedlichen Backsteinbaracken mit ihren widerlichen Existenzgründen, aber auch der Anblick der Todeswand, an der unzählige Häftlinge erschossen wurden, berührte uns tief und nachhaltig.

Nie werden wir die Bilder der Ruinen der Gaskammern und Verbrennungsöfen, sowie das Nebengleis, auf dem für so unfassbar viele hilflose und unschuldige Menschen ihre letzte Reise endete, vergessen können. Aber das wollen wir auch nicht – wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, diese Welt zu einer besseren zu machen.

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Eine, der grauenhaften Baracken in Auschwitz

Tipps für deinen Ticketkauf:

Der Eintritt in das Museum und die Gedenkstätte “Auschwitz-Birkenau – deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager (1940–1945)” ist frei.
Es gilt allerdings vorab ein paar Dinge zu wissen, um auf deinen Besuch bestmöglich vorbereitet zu sein!

Du kannst dich selbstständig und alleine auf dem Gelände des Museums bewegen, allerdings bleiben dir einige Zutritte verwehrt und du hast auch nicht die Möglichkeit dir einen Audioguide zu leihen. Wir würden dir deswegen auf jedenfall eine geführte Tour durch das Museum empfehlen!

Aufgrund des großen Interesses an einem Besuch in Auschwitz raten wir dir außerdem vorab über die Internetseite https://visit.auschwitz.org/ dein Ticket zu buchen. Nur wenn du eine Online-Reservierung hast, wird dir der Eintritt zu deinem ausgewählten Termin gewährt. Wenn du ohne eine Reservierung anreist, musst du mit eventuellen langen Wartezeiten rechnen.

Entscheidest du dich für eine Führung, beinhaltet diese die Besichtigung der Lager Auschwitz I und Auschwitz-Birkenau, sowie den Verleih eines Audioguides über den du deinen Guide während der Führung hören kannst und den Bustransfer zwischen dem Stammlager und dem ca. 3km entfernten Vernichtungslager Birkenau.
Die Preise der Tickets variieren je nach Gruppengröße und Dauer der Führung.

Kleine Zusammenfassung der Besichtigungsmöglichkeiten:

Auf eigene Faust: kostenloser Eintritt
  • keinen Audioguide
  • An manchen Stellen bleibt der Eintritt verwehrt (Beispiel: Gaskammern/Verbrennungsöfen im KL Auschwitz)
Mit einem Guide: kostenloser Eintritt / Kosten für geführte Tour
  • 3,5h-Tour = ca. 15,00€ p.P.
  • 6h-Tour = ca. 20,00€ p.P.
  • Mit Audioguide, sodass man zwar in einer Gruppe läuft, aber auch für sich sein kann
  • Das komplette Gelände kann besichtigt werden
  • Noch nähere Informationen durch den geschulten Guide

Wir würden dir definitiv eine lange und ausführliche Tour empfehlen, da es einfach so viel zu sehen, begreifen und verstehen gibt.

→ Öffnungszeiten: Täglich geöffnet
Ausnahmen: 1. Januar / Ostersonntag / 25. Dezember

Januar
7.30h-15.00h
Februar
7.30h-16.00h
März
7.30h-17.00h
April & Mai
7.30h-18.00h
Juni-August
7.30h-19.00h
September
7.30h-18.00h
Oktober
7.30h-17.00h
November
7.30h-15.00h
Dezember
7.30h-14.00h

→ Eintritt: der Eintritt ist kostenfrei – lediglich die Führungen sind zu honorieren
→ Zeit: Ganz klar ein Tagesausflug!
→ Adresse: ul. Więźniów Oświęcimia 20, Oświęcim
→ Zum Ticketverkauf

Zusammenfassung

Es ist uns eine Herzensangelegenheit so viele Menschen, wie möglich mit diesem Beitrag zu erreichen. Wir wollen Leute dazu bewegen, die so wichtigen historischen Spots zu besuchen und dem Vergessen der Gräueltaten entgegen zu wirken!

Schlussendlich können wir nur sagen, dass jeder Besuch dieser 5 wichtigen historischen Spots sehr empfehlenswert ist und wir uns freuen würden, wenn du deine kleinen Erfahrungsbericht nach einem dieser Besuche in die Kommentare schreiben würdest!

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