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Kambodscha Backpacking – 13 ultimative Tipps für Deine Reise

BY Linda

Dein Backpack liegt bereit, du hast Lust auf ein neues Abenteuer, aber brauchst noch ein paar Tipps für Kambodscha?

Dann bist Du hier genau richtig! Wir waren 30 Tage mit unseren Rucksäcken unterwegs, haben das Land auf links gedreht haben Kambodscha ziemlich gut kennen gelernt.

Wir geben dir 13 Tipps, die du kennen solltest, damit dein Kambodscha-Backpacking-Trip perfekt und vergesslich wird!

Hinweis: Der nachfolgende Beitrag enthält sogenannte Affliate-Links. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung. Diese helfen uns, weiter Tipps zu geben und unsere Website zu betreiben. Wir danken dir für deine Unterstützung. Linda & Kevin

Zwei grasende Wasserbüffel auf einer uneingezäunten Weide

Dieses wunderschöne Land liegt zentral in Südostasien und kann somit Thailand, Laos und Vietnam seine Nachbarn nennen.

Da es aufgrund seiner Geschichte noch ein sehr “junges” Land ist, sind viele Teile der Natur nahezu unberührt. Es gibt tolle Inseln, interessante Städte, liebenswerte Menschen und natürlich den Angkor Wat, den eigentlich jeder mindestens einmal in seinem Leben gesehen haben sollte.

➞ Alle Infos zur Hauptattraktion in Kambodscha findest du in unserem Beitag Angkor Wat: Der geniale Mini-Guide

Die Fläche des Landes ist überschaubar, Kambodscha ist günstig zu bereisen und eignet sich perfekt für Backpacking-Anfänger.

Die beste Reisezeit für Kambodscha

In Kambodscha herrscht ganzjährig ein tropisches Klima. Das bedeutet, dass du dieses Land zu jeder Jahreszeit bereisen.

Strahlender Sonnenschein in Phnom Penh.

Allerdings müsstest du dir in manchen Monaten ein XXL-Regencape oder einen dickeren Pulli mitnehmen. Wenn du darauf keine Lust hast, solltest du am besten in der Trockenzeit von November bis Februar nach Kambodscha reisen.

Die Temperaturen liegen dann bei angenehmen 25-30°C. Im Grunde ein typisches Urlaubswetter, was allerdings auch dafür sorgt, dass es die Hauptreisezeit ist. Viele Touristen bereisen das Land und die Flüge sind somit teurer als sonst.

Im März und April ist die heißeste Zeit des Jahres und die Temperaturen kraxeln rauf bis zu 40 Grad Celsius. Von Mai bis Oktober zieht sich die Regenzeit mit monsunartigen Regenschauern. Das Positive an dieser Zeit sind die fast menschenleeren Touristen Hot Spots und die günstigeren Flüge.

Dauer deines Trips

Wie sagt man so schön: »Alles kann – nichts muss!« Im Grunde kannst du Kambodscha innerhalb von sieben Tagen, zwei Wochen oder auch einen ganzen Monat bereisen. Du musst für dich nur klar haben, was du möchtest und dann einen realistischen Zeitrahmen stecken.

Um dir deine Entscheidung leichter zu machen, zeige ich dir drei Beispiele:

Kambodscha Backpacking: 7 Tage

Du landest in Siem Reap, besichtigst den weltberühmten Angkor Wat, entspannst noch kurz in einem Ort am Meer und erkundest zum Schluss noch die Hauptstadt Phnom Penh.

Kambodscha Backpacking: 10-14 Tage

Diese Zeitspanne wählen die meisten Backpacker und bauen in diesen Trip vier bis fünf Orte ihrer Wahl ein.
➞ Beispiel: Siem Reap – Angkor Wat – Sihanoukville – Koh Rong – Phnom Penh

Kambodscha Backpacking: 3-4 Wochen

Dieser Trip wäre sehr entspannt und du würdest wirklich viel vom Land sehen. Rückwirkend betrachtet, würden wir uns immer wieder für 30 Tage entscheiden, da Kambodscha wirklich vielseitig und interessant ist. Bei diesem Zeitraum kommt außerdem die Erholung nicht zu kurz 😉

Länderhopping

Aufgrund der top Lage von Kambodscha kannst du auch mehrere südostasiatische Länder miteinander verbinden.

Manch ein Reisender packt in einen drei- bis vierwöchigen Trip bis zu vier Länder! Für unseren Geschmack wäre das zwar zu viel, aber hey warum nicht?
➞ Checke dafür unbedingt unsere Länderseite!

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Die Einreise nach Kambodscha

Du kannst auf zwei verschiedene Arten nach Kambodscha einreisen.

Über Land nach Kambodscha

Über den Landweg von einem der Nachbarländer aus haben wir von anderen Reisenden  immer wieder negative Dinge gehört (Geld abzocken, überteuertes Visum, etc.)

Das passiert dir nicht, wenn du über die zweite Möglichkeit einreist.

Per Flugzeug nach Kambodscha

Hierbei kannst du dich entscheiden, ob du in Siem Reap oder in der Hauptstadt Phnom Penh landen möchtest.

Visum für Kambodscha

Für deinen Aufenthalt in Kambodscha benötigst du ein Visum. Du kannst es entweder vorab bei der entsprechenden Botschaft beantragen oder aber du machst es wie wir und entscheidest dich für das sogenannte Visa on Arrival.

Zwei Geldautomaten stehen für alle ankommenden Touristen am Flughafen von Siem Reap bereit
ATMs in der Flughafenhalle von Siem Reap

Wir landeten in Siem Reap und wurden direkt zur Visa-Stelle gelotst. Dort gaben wir (passend) 30 US-Dollar p.P., ein Passbild und unsere Reisepässe ab. Wenig später hielten wir unsere Pässe mit unserem 30 tägigen Visum in den Händen.

ACHTUNG: Vor Ort wird nur Barzahlung in Form von US-Dollar akzeptiert, allerdings befindet sich in der Empfangshalle ein ATM.

TIPP: Dein Touristenvisum kannst du übrigens einmalig in der Hauptstadt Phnom Penh um einen Monat verlängern.

Hilfreiches Insiderwissen

Die Kambodschaner nennt man eigentlich Khmer und sie sprechen (fast) alle sehr gutes Englisch, sodass es keine Verständigungsproblem gibt! Optimal ist außerdem, dass du für deine deutschen
Stromgeräte keinen Adapter für die Steckdosen braucht!

Kambodscha Backpacking: Landesgeschichte in Kurzform

Um gut auf Kambodscha vorbereitet zu sein, solltest du dir die folgenden Punkte unbedingt durch lesen! Anschließend wirst du das Land und seine Bevölkerung definitiv besser verstehen.

Kambodscha herrscht erst seit rund 40 Jahren Ruhe und Frieden und das Land erholt sich langsam von einem Genozid, der fast eine ganze Generation auslöschte.

  • Bis 1970 ein stabiles Königreich
  • Änderte sich durch den Vietnamkrieg – nicht beteiligt, aber stark betroffen
  • Betroffenheit sorgte innerhalb des Volkes für Unsicherheit & Verwirrung
  • Menschen waren auf der Suche nach Stabilität und Guerilla-Gruppen bildeten sich
  • Pol Pot nutze die Hilflosigkeit der Bevölkerung
  • er gründete die kommunistische Khmer Rouge – ein Heer aus Landbewohnern und Kindersoldaten (sie hofften auf genügend Nahrung und ein besseren Leben)
  • 1975 marschierte die Khmer Rouge getarnt als Militär in die Hauptstadt ein
  • Innerhalb von nur zwei Tagen deportierten die Anhänger die gesamte Stadtbevölkerung aufs Land
  • Aus Phnom Penh und anderen Städten wurden menschenlose Geisterstädte
  • Während des Fußmarsches aufs Land starben tausende Menschen an den Strapazen, Familien wurden auseinander gerissen – es herrschte großes Leid
  • Auf dem Land angekommen, erwartete die Menschen ein Arbeitslager, indem sie mehr als 12 Stunden am Tag arbeiten mussten
  • 1979 gelingt einer vietnamesischen Widerstandsgruppe der Sieg gegen die Rote Khmer

Folgen des Pol-Pot-Regimes:

Während der Herrschaft von Pol Pot, die sehr an das dritte Reich erinnert, starben schätzungsweise bis zu zwei Millionen Menschen, was ein Drittel der Gesamtbevölkerung Kambodschas war!

Die Folgen des Pol-Pot-Regimes sind bis heute zu spüren, da fast eine ganze Generation (insbesondere an Männern) in Kambodscha fehlt.

Die Vergangenheit von Kambodscha zeigte uns einmal mehr, dass wir stets wachsam sein sollten, damit auf unserer Erde nie wieder solche Gräueltaten passieren!!

Vielleicht ist Kambodscha besonders aufgrund seiner düsteren Vergangenheit eine Reise wert und sollte unbedingt auf deiner Bucket List stehen!

Wie du das Land am besten bereist, siehst du jetzt.

Ist Kambodscha sicher?

Kambodscha zählt als sicheres Reiseland für Touristen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl von Taschendieben in den größeren Städten zwar etwas gestiegen, allerdings gibt es sonst keinerlei Bedrohungen für Reisende.

Somit steht einer DIY-Reise nichts im Wege und du kannst dich mit gutem Gewissen und Bauchgefühl im Land bewegen.

Die Sicht vom Roller auf die Straße im Bokor Nationalpark in Kampot
Mit dem Roller die Gegend erkunden

Kevin und ich buchen gerne nur unseren Hin- und Rückflug und entscheiden spontan vor Ort wie lange wir wo bleiben. Klar haben wir uns vorab immer einen groben Plan gesteckt, aber wir weichen auch gerne mal davon ab 😉

Was kostet ein Kambodscha Backpacking Abenteuer?

Eine übersichtliche Kostenaufstellung all unserer Ausgaben während unseres 30 tägigen Backpacking Trips durch Kambodscha findest Du auf unserer Kambodscha Länderseite.

Wie zahlt man in Kambodscha?

Das Bezahlen in Kambodscha erweist sich als ein sehr gewöhnungsbedürftiges System, da in zwei verschiedenen Währungen bezahlt wird – für mich eine echte Herausforderung, denn ich hab es überhaupt nicht mit Zahlen.

Kleinere Beträge, die unter einem US-Dollar liegen, werden in der nationalen Währung Riel gezahlt, größere Beträge in US-Dollar.

Ein Beispiel:

3,50$ bezahlt man mit 3 Dollar und 2000 Riel.

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Kambodscha Backpacking: Reisevorbereitung

Dein perfekter Trip beginnt bereits mit der Reiseplanung und Vorbereitung. Vorab heißt es also natürlich Flugsuche, mit dem Land auseinander setzen und ganz wichtig – einen Arzt aufsuchen!

Gesundheit auf Reisen

Denke während deiner Reiseplanung unbedingt an das Thema Impfungen und plane hierfür ausreichend Zeit ein, um auch alle wichtigen Impfstoffe injiziert zu bekommen!

Am besten vereinbarst du direkt einen Termin mit deinem Hausarzt und lässt dich beraten. Kambodscha liegt in einer Malaria-Zone und somit solltest du an eine Malaria-Prophylaxe denken. Auch hier empfiehlt sich ein Gespräch mit deinem Arzt, um alles wichtige zu erfahren und vorbereitet zu sein.

Kambodscha ist ein armes Land und leider ist die ärztliche Versorgung noch nicht besonders ausgereift. Eine Reiseapotheke und ein paar Dinge, wie beispielsweise Pflaster, Schmerztabletten und ein Mittel gegen Fieber sollte definitiv in deinem Backpack sein.

Ärztliche Versorgung in Kambodscha

Im Falle dass du dir den Fuß umknickst, an starken Durchfall mit Fieber & Co. oder sonst was leidest, gibt es in den Orten Phnom Penh, Siem Reap, Sihanoukville und Kampot Krankenhäuser, die dir selbstverständlich weiterhelfen können.

Da du dich außerhalb der EU befindest, ist dein gesetzlicher Krankenkassenschutz nicht mehr abgedeckt und eine Auslandskrankenversicherung nicht nur empfehlenswert, sondern unumgänglich!

Wir selbst haben bei unseren längeren Reisen die Versicherung der STA Travel*.

Orte, die du nicht verpassen darfst

Kambodscha ist ein sehr vielseitiges und facettenreiches Land. Es gibt tolle Städte, schöne Strände, paradiesische Inseln und eine interessante Geschichte.

Ich finde immer das die Mischung aus allem einen Trip perfekt macht. Kein Tag gleicht dem anderen, es gibt immer wieder neuen Input und man lernt das Land intensiv kennen!

Ich habe dir meine 5 Lieblingsorte / Highlights rausgepickt und rate dir diese Spots in dein Kambodscha Backpacking Abenteuer einzuplanen – du wirst es nicht bereuen!

  • Angkor Wat
  • Koh Rong
  • Battambang
  • Kampot
  • Phnom Penh

Für weitere Tipps, noch mehr Informationen und Hilfestellungen bei deiner Reiseplanung solltest du einen Blick in diesen Beitrag werfen: Kambodscha Rundreise – 11 geniale Spots mit Insidertipps

Fortbewegung im Kambodscha

Linda sitzt auf einem landestypischen Tuk Tuk
Ich bin begeistert von den landestypischen Tuk Tuks

Genug von tollen und empfehlenswerten Orten. Widmen wir uns nun der Frage, wie man sich in Kambodscha eigentlich am besten fortbewegt. Da Kambodscha ein ärmliches Land ist, ist das Straßennetz noch nicht perfekt ausgebaut, allerdings kann man trotzdem alle Orte mit einem Bus oder Van erreichen. Natürlich rüttelt dich die ein oder andere holprige Schotterstraße durch, aber schließlich willst du ja Zuhause auch was zu erzählen haben, oder? 😉

Die Inseln erreichst du schnell und unkompliziert mit einer (Speed-) Fähre. Es gibt eigentlich überall Tuk Tuks und den Angkor Wat kannst du auch mit einem Fahrrad erkunden. Die einzigen beiden Bahnverbindungen des Landes dienen leider hauptsächlich dem Güterverkehr. Den Personenverkehr haben wir hier nicht getestet.

Essen und Trinken in Kambodscha

Das Nationalgericht von Kambodscha heißt Amok. Hierbei handelt es sich um Fisch, milde Currysauce und Kokoscreme – alles zusammen wird in einem Bananenblatt gedämpft. Der Fisch kommt typischerweise aus dem Tonle Sap. Ein weiteres typisches Khmer Gericht und in Kambodscha weit verbreitet ist Lok Lak. Dieses Gericht ist eine Art Rindergeschnetzeltes mit Zwiebeln, das auf einem Salat gebettet wird und mit einem Spiegelei gekrönt wird. Den Kick des Essens bringt übrigens der Limettendipp, der mit Salz, Pfeffer (meistens aus Kampot) und Fischsauce verfeinert wird.

Die drei landestypischen Biere sind Angkor, Anchor und Cambodia. Sie schmecken süffig und sind verdammt preiswert. Das Ganzberg Bier soll laut Flaschenetikett sogar von einem deutschen Braumeister unter Einhaltung des deutschen Reinheitsgebots in Phnom Penh gebraut werden. Uns schmeckten allerdings die typischen Khmer-Biere deutlich besser.

Übrigens: Wie fast überall in dieser Ecke: Das Leitungswasser in Kambodscha ist leider kein Trinkwasser!

Wlan & Sim Karte

Ein typischer Handyladen mit verschiedenen Simkarten in Kambodscha
Ein typischer Simkarten-Laden in Kambodscha

Was das Internet angeht, können wir sagen, dass wir soweit eigentlich immer zufrieden waren. Wlan wurde in allen Unterkünften angeboten und funktionierte auch, das ist schließlich nicht immer der Fall ;-). Was unsere Sim-Karten angeht, entschieden wir uns für zwei 5GB Pakete von Cellcard. Bei 7 Tagen Laufzeit hat uns das gerade einmal 3 US-Dollar pro Nase gekostete. Das Netz war stabil, wir hatten so gut wie überall vollen Ausschlag und der einzige kleine Haken war, dass wir die Karten immer wieder auftoppen mussten. Dies funktioniert allerdings kinderleicht über die Cellcard-App.

Zusammenfassung

Kambodscha ist ein Backpacker-Paradies und definitiv eine Reise wert! Es ist ein Land voller glücklicher und offener Kinder und freundlichen und lächelnden Erwachsenen. Es sind Menschen, die sich viel Mühe geben ihr Land aufzubauen, um Abstand von dem dunkelsten Kapitel ihrer Geschichte zu nehmen. Kambodscha scheint sich im Aufschwung zu befinden und der Tourismus boomt. Zudem ist es einfach zu bereisen, denn überall gibt es günstige Unterkünfte, der Bierpreis ist mehr als verlockend und die Transportkosten sind gering. Dennoch muss auch gesagt sein, dass wir viele Obdachlose, Menschen mit Amputationen, Bedürftige und Kinder, die scheinbar die Schule nicht besuchten, sahen. Ab und an gab es keine ausgebauten Straßen, sondern holperige Erdböden mit Schlaglöchern und Geröll. Aber dies ändert nichts daran, dass es ein Land voller magischer Orte ist, die dich manchmal aufrütteln, manchmal tief im Herzen treffen, deinen Atem stocken lassen oder dich einfach mit Glück erfüllen! Den Besuch des Angkor Wats, aber auch auf die Spuren der Geschichte Kambodschas zu gehen, können wir jedem nur ans Herz legen.

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